Landesprogramm energieeffiziente Gemeinden

E5 Landesprogramm für energieeffiziente Gemeinden

AUSGANGSSITUATION

Das BMLFUW hat gemeinsam mit anderen Ministerien und Ländern unter anderem die so genannte „Klima-Strategie Österreichs zur Erreichung des Kyoto-Zieles“ ausgearbeitet.
Dies war notwendig, um der eingegangenen Verpflichtung die Treibhausgasemission bis zum Jahre 2008/2012 um 13% gegenüber dem Jahr 1990 zu reduzieren.
Umgelegt auf die Situation in Kärnten bedeutet dies, dass wir enormen Handlungsbedarf haben.

Besonders auf Gemeindeebene sind zahlreiche Handlungsmöglichkeiten im effizienten Energieeinsatz gegeben (z.B. öffentliche Gebäude, Flächenwidmung, Bebauungsplan, bürgernahe Information).
1998 wurde in Österreich das Programm e5 gestartet, um Gemeinden bei ihren Bemühungen zur Steigerung der Energieeffizienz zu unterstützen. Derzeit wird es in den Bundesländern Vorarlberg, Tirol und Salzburg umgesetzt, der Startschuss für Kärnten war im September 2004.
Mit der Koordination des Programms e5 und der Betreuung der Gemeinden ist energie:bewusst Kärnten beauftragt.
energie:bewusst Kärnten bietet den Gemeinden fachliche Unterstützung, Erfahrungsaustausch und know-how Transfer.

ZIEL

  • Ziel ist es, in den Gemeinden eine kontinuierliche und schrittweise Entwicklung zu mehr Energieeffizienz in Gang zu setzen und diese auch entsprechend zu würdigen.
  • Es werden individuell gestaltete Arbeitsprogramme mit den Gemeinden zusammengestellt.
  • Die Gemeinden werden bei der Umsetzung aktiv unterstützt.
  • Gemeinden, die die individuell festgelegten Ziele erreichen, erhalten eine Auszeichnung.

INHALTE DES PROGRAMMS

Es werden engagierte Modellgemeinden ausgewählt und bei der Umsetzung ihrer energierelevanten Vorhaben unterstützt.
Mit fachkundiger Beratung entstehen Schritt für Schritt Arbeitsprogramme, die auf die Situation und Möglichkeiten der jeweiligen Gemeinde abgestimmt werden.

e5 IST EINE AUSZEICHNUNG

für Gemeinden, die durch effizienten Umgang mit Energie einen Beitrag zu einer zukunftsverträglichen Entwicklung unserer Gesellschaft leisten wollen.
Grundlage der Auszeichnung ist der Umsetzungsgrad von Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz in der Gemeinde.
Als Struktur dient ein gemeinsam erarbeiteter „Maßnahmenkatalog“. Der Erfolg der energiepolitischen Arbeit wird durch die Anzahl der verliehenen „Energiehauben“ – analog den Toprestaurants – gewürdigt.

WAS MUSS DIE GEMEINDE TUN?

Die Gemeinde soll – im Sinne des ganzheitlichen Ansatzes – möglichst in allen energierelevanten Handlungsfeldern vorbildliche Maßnahmen treffen.
Bisher durchgeführte Projekte werden in einer Dokumentation dargestellt.
Im Rahmen eines eintägigen Startseminars wird ein Arbeitsplan für die weiteren Aktivitäten
im Energiebereich festgelegt.

NUTZEN & VORTEILE FÜR IHRE GEMEINDE

  • Einsparung durch Senkung der Energiekosten
  • Umsetzung einer zukunftsverträglichen Energiepolitik: Geringere Emissionen als Beitrag zum Umweltschutz; Verantwortung für künftige Generationen übernehmen
  • Imagegewinn nach innen und außen: Vorbildwirkung der Gemeinde; man stärkt die Identität der Bürgerinnen und Bürger (speziell der Jugend) mit der Gemeinde
  • Wirtschaftliche Impulse und Versorgungssicherheit: Aufträge an heimischen Firmen, der Werbeeffekt im Tourismus und mögliche zusätzliche Erwerbsquellen in der Landwirtschaft stärken die Wirtschaft
  • Nutzung externer Ressourcen: Beratung bei der Erstellung der Arbeitsprogramme; Unterstützung bei der Öffentlichkeitsarbeit und Vermittlung von Experten
  • Know-How-Gewinn durch begünstigte Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen
  • Teilnahme am Informationsnetzwerk: Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch und Vergleich
  • Bündelung und Vernetzung von bestehenden Umweltaktivitäten
  • Weiterbildung, Vorträge

 

Anhang